Hazel`s Daily Pic - August 20, 2008
August 20, 2008
Found on YouTube - Made my day
August 20, 2008
Chloe Agnew, of Celtic Woman, sings Vivaldi`s “Rain”
Hazel`s Daily Pic - August 19, 2008
August 19, 2008
Hazel`s Daily Pic - August 18, 2008
August 19, 2008
Weißt du noch ….?
August 18, 2008
Weißt du noch …
… der Tag, an dem wir uns das erste Mal trafen? Wir waren schon lange Zeit vorher in Kontakt, einander vertraut und doch ein wenig fremd. Müde von der langen Reise waren wir beide, aber glücklich endlich am Ziel zu sein. Am Morgen danach, du hast noch fest geschlafen, hab ich dich in meine Arme genommen, dein Gesicht betrachtet, deine Hände. Deine Wärme gespürt und das Leben in dir. Und in diesem Moment hast du mir, ohne es zu wissen, das wunderbarste Geschenk gegeben, das je ein Mensch erhalten kann - die Fähigkeit, einen Menschen vorbehaltlos, bedingungslos und beständig zu lieben.
Weißt du noch …
… die Tage, an denen wir uns nicht ausstehen konnten? Wir haben einander genervt, haben gelästert, gestritten, getobt, uns böse Worte gesagt. Manchmal knallten Türen, eine Schüssel ging zu Bruch …. wir haben verständnislos den Kopf geschüttelt über die verbohrte Dummheit und Besserwisserei des andren. Es hat nie lange gedauert, bis wir uns wieder vertragen haben. Was immer wir gesagt oder getan haben, wie sehr wir auch voneinander enttäuscht waren, wie sehr wir uns auch verletzt haben … ich habe dich immer geliebt.
Weißt du noch …
… die verrückten Geschichten, die du mir manchmal erzählt hast? Und unsere gemeinsamen Ausflüge? Auch wie ich hunderte Male versucht habe, dir Rechtschreib- und Grammatikregeln beizubringen ….. mit mäßigen Erfolg. So wie du daran gescheitert bist, mir verständlich zu machen, wie ich meinen Computer formatiere. Ich hab immer deine Texte korrigiert, und du hast meinen Computer immer auf Vordermann gebracht. Oder dein erstes Auto, weißt du noch? Was hab ich mir Sorgen gemacht! Und wieviele Frauen hab ich kommen und gehen sehen. Immer mit ein bisschen Angst verbunden, eine würde mir den Platz, den du mir in deinem Leben gegeben hast, streitig machen. Es war so schwierig für mich, dich loszulassen, als es an der Zeit war. Ich hab meine Tränen heimlich geweint, ich wollte doch, daß du glücklich bist. Ich hab dich einfach weitergeliebt.
Weißt du noch …
… wieviel wir gelacht haben? Ein Wort, ein Bild, ja sogar ein einziger Blick, den wir getauscht haben, konnte uns zum Lachen bringen. Oft hat kein andrer verstanden, warum und worüber wir lachen. Wir wussten es oft selbst nicht. Mit keinem andren Menschen kann ich so unbeschwert lachen wie mit dir. Ein Lachen, das aus dem Bauch kommt, Lachen um des Lachens willen. Lachen, bis dir alles weh tut, dir die Tränen übers Gesicht laufen, die Luft zum Atmen knapp wird. Manchmal musste einer von uns in ein andres Zimmer gehen, um dem Gelächter ein Ende zu machen … Dieses Lachen vermisse ich jeden Tag. Aber ich weiß, daß du es nicht verlernt hast. Es ist immer noch da, dein Lachen … und meine Liebe.
Es gäbe noch so viele “Weißt du noch” zu schreiben … ich lass es lieber bleiben. Ich brauche nur meinen Blick vom Bildschirm abzuwenden, ein bisschen schräg nach rechts oben, da hängt ein Foto von dir. Und du scheinst auf meinen Text hier zu schauen, mit deinem halben Lächeln im Gesicht, das ich so liebe und bei dem ich mir nie sicher bin, ob es verschmitzt oder gar spöttisch ist … und ich weiß genau, du denkst dir jetzt: “Mensch, Mama, komm zum Ende mit dem Schmus!”.
Du hast recht, lass es mich nur noch einmal sagen: Tu, was immer du für richig hältst, mein Sohn. Leb dein Leben, wie es dir gefällt. Triff deine eigenen Entscheidungen. Und denk nicht dran, was Mama dazu sagen würde. Sie liebt dich, egal was du tust. Und sie wird dich immer lieben, egal was du tust.
Nimm diese Zeilen als mein Geschenk an dich aund als ein Dankeschön. Danke für alles, was du mir gegeben hast. Danke für alles, was ich von dir lernen durfte. Danke, daß du mein Leben soviel schöner machst, einfach nur weil du ein wunderbarer Sohn bist.
ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG !
MÖGEN SICH ALLE DEINE WÜNSCHE ERFÜLLEN
UND DU IMMER EINEN GRUND FINDEN FÜR DIESES WUNDERBARE LACHEN !
Bussi - Mom
Hazel`s Daily Pic - August 17, 2008
August 18, 2008
Hazel`s Daily Pic - August 16, 2008
August 17, 2008
Bussi, Mom
August 16, 2008
“Hi Mom”
So begann eines schönes Tages ein Mail meines Sohnes. Aha, dachte ich mit gemischten Gefühlen, Mom nennt er mich jetzt. Nun gut, ich werde damit leben können. Mom .. pardon … man muss ja flexibel sein, und wenn`s eben grad modern ist, österreichische Mütter mit “Mom” anzureden, bitte sehr, kein Problem für mich. Sounds good to me
Eine Anrede, die mein Sohn allerdings nie gebrauchen durfte, war .. und ist … Mutti. Ich kann dieses Wort nicht ausstehen. Sobald ich “Mutti” höre, entsteht vor meinem geistigen Auge das Bild einer biederen Hausfrau in geblümter Kittelschürze, das mütterliche Haupt verziert mit schick gekrauster Dauerwelle. Den Kochlöffel in einer Hand steht sie am Herd und brodelt ein gesundes Süppchen, während sie mit der andren Hand die Wange ihre Kindes tätschelt. Und über ihrem Kopf bildet sich eine Sprechblase, drin steht in schönstem österreichisch: “Na Burli, freust dich schon aufs Pappi?” Nein, eine Mutti wollte ich niemals sein!
Die Muttis sollen es mir bitte nicht übelnehmen, ich kann nix dafür … es handelt sich sozusagen um meine ganz persönliche Mutti Morgana
Mom ist jedenfalls viel besser für mich, Mama ist die übliche Anrede, auch Mam, meinetwegen Mami, Mamili, Mamilein, oder nur mein Vorname … ich wäre nicht mal geschockt, wenn mein Sohn mich schlicht und ergreifend “Alte” nennen würde, nur bitte nicht Mutti
Zum Glück hat er meinen “Tick” auch immer respektiert und die verpönte Anrede geflissentlich vermieden :-)))
Söhne, zumindest meiner, scheinen aber eine natürliche Begabung zu besitzen, ihren Müttern durch liebgemeinte “Überraschungen” frühzeitig einen kleinen Schubs Richtung Friedhof zu verpassen
Denn Jahre und etliche hundert Mails später stand da plötzlich “Hallo Mutter”. Keinen Tropfen Blut hätte ich gegeben, so erschreckt hab ich mich! Ich war kurzzeitig so verwirrt, daß ich mich umgedreht habe, um nachzusehen, wessen Mutter denn plötzlich bei mir im Zimmer steht. Und wieso bekommt die ihre Mails an meine Mail-Adresse?
Was war los, war ich jetzt zu alt, um seine Mom zu sein, oder hielt er sich für zu alt, oder wie? Hab ich ihn beleidigt, dass er mich plötzlich Mutter nennt? Oder ist er gar in den Adelsstand erhoben worden? Fehlt nur noch, daß er mich beim nächsten Mail mit “Guten Tag, liebste Frau Mutter” begrüsst und mit “dein dich liebender Sohn” unterschreibt! Mom was not amused
Was war denn an dem mir so liebgewordenen “Hi Mom” jetzt auf einmal falsch? Da kann ich ja auch gar nicht mehr wie gewohnt unterschreiben …….
Meine erste Vermutung war richtig, mein Sohn dachte nur, dass es vielleicht an der Zeit wäre, mich respektvoller mit “Mutter” (zumindest mail-mäßig) zu titulieren. Ich hab ihm das ganz schnell ausgeredet
Seither les ich wieder das vertraute “Hi Mom”, und ich unterschreibe meine Mails lächelnd mit einem liebevollen
Bussi
Mom
vorbei
August 16, 2008
eine geschichte, fünf versionen, wem soll ich glauben, wer hat recht, wie kann ich helfen, ist meine hilfe denn erwünscht, und auf wessen seite stehe ich, auf wessen seite sollte ich stehen, wer braucht mich am meisten, braucht mich denn wirklich jemand, und warum ist das überhaupt passiert, wer ist daran schuld, steht es mir zu schuldzuweisungen zu machen, was hat sie sich nur gedacht, wie konnte er nur, was bilden sie sich eigentlich ein, sie tun sich selbst nur weh, sie tun uns allen weh, wie konnte er es nur zulassen, wie konnte sie es nur soweit kommen lassen, und wer räumt jetzt die scherben weg, wie am besten den schaden in grenzen halten, zu spät, zuviel harte worte, zuviele verletzungen, ach hätten sie doch nur früher, hätte denn das etwas geändert, und was wird aus ihnen, die gedanken rasen, ergeben keinen sinn, lassen mich zurück in stummer ratlosigkeit, und während ich mein gedankliches chaos erbarmungslos in die tasten hämmere, noch den schalen geschmack der tränen im mund, unterwirft sich der verstand plötzlich dem gefühl, und ich spüre klar und deutlich, auf wessen seite ich stehe, es ist die falsche nach euren moralvorstellungen, doch die einzig richtige für mich
Hazel´s Daily Pic - August 15, 2008
August 16, 2008
DER ANDRE MANN
Du lernst ihn in einer Gesellschaft kennen.
Er plaudert. Er ist zu dir nett.
Er kann dir alle Tenniscracks nennen.
Er sieht gut aus. Ohne Fett.
Er tanzt ausgezeichnet. Du siehst ihn dir an …
Dann tritt zu euch beiden dein Mann.
Und du vergleichst sie in deinem Gemüte.
Dein Mann kommt nicht gut dabei weg.
Wie er schon dasteht — du liebe Güte!
Und hinten am Hals der Speck!
Und du denkst bei dir so: “Eigentlich …
Der da wäre ein Mann für mich.”
Ach, gnädige Frau! Hör auf einen wahren
und guten alten Papa!
Hättst du den Neuen: in ein, zwei Jahren
ständest du ebenso da!
Dann kennst du seine Nuancen beim Kosen;
dann kennst du ihn in Unterhosen;
dann wird er satt in deinem Besitze;
dann kennst du alle seine Witze.
Dann siehst du ihn in Freude und Zorn,
von oben und unten, von hinten und vorn …
Glaub mir: wenn man uns näher kennt,
gibt sich das mit dem Happy End.
Wir sind manchmal reizend, auf einer Feier …
und den Rest des Tages ganz wie Herr Meyer.
Beurteil uns nie nach den besten Stunden.
Und hast du einen Kerl gefunden,
mit dem man einigermaßen auskommen kann:
dann bleib bei dem eigenen Mann!
Kurt Tucholsky (Zwischen gestern und morgen)
Pic by Hazel





